Triage
24/07/2011 3 Kommentare
Aufgenommen am 23.07.2010 – Ich wollte eigentlich zum Fotografieren hin, aber es fuhr keine U-Bahn und ich hatte keine Lust mit dem Fahrrad stundenlang durch die Gegend zu fahren.
24/07/2011 3 Kommentare
Aufgenommen am 23.07.2010 – Ich wollte eigentlich zum Fotografieren hin, aber es fuhr keine U-Bahn und ich hatte keine Lust mit dem Fahrrad stundenlang durch die Gegend zu fahren.
06/03/2011 3 Kommentare
Nach längerer Webabwesenheiten (es war nötig) bin ich jetzt wieder an Bord. Mein Blog ist in ein neues Gewand gekleidet und ich habe ein bisschen aufgeräumt, weil mir das Ganze zu unübersichtlich wurde.
Es ist geöffnet:
23/08/2010 5 Kommentare
Einen ähnlich gelagerrten Fall hatte ich ja schonmal.
Jungs, Mädels, liebe Sprrayer:
Schlimme Worrte verrlierren deutlich an Schärrfe, wenn es mit derr Rrechtschrreibung haperrt. Echt jetzt.
03/08/2010 2 Kommentare
Da die Bördebehörde um Klärung eines Sachverhaltes gebeten hat, will ich mal meine Akten (sprich: Reisenotizen) bemühen.
Die Tatsache, dass man von Westdeutschland in die UDSSR flog, war jetzt nicht so spektakulär. Im Rahmen der Devisenbeschaffung hatten sowohl Aeroflot als auch Interflug ganz hervorragende Angebote. Trotzdem wäre ich jetzt nicht so spontan darauf gekommen nach Leningrad und Moskau zu fliegen, hätte ich nicht eine Freundin gehabt, die Russisch studierte. Über die Uni kam sie an Angebote von Intercontact, die, in Zusammenarbeit mit Intourist, Studienreisen anboten: Bustransfer nach Ost-Berlin, Flug nach Leningrad, Zugfahrt nach Moskau, von wo aus man auch zurückflog und natürlich jede Menge Programm.
Die Reise war sehr preisgünstig, zumal die Hauptzielgruppe Studenten waren und ich dachte zuerst, dass das vielleicht peinlich wird – meine Kenntnisse der russischen Sprache beschränkten sich auf die wichtigsten Ausdrücke. Bei Reiseantritt stellte ich aber dann fest, dass ich nicht die einzige Nicht-Studentin war.
*
Hier die Highlights der Reise :
Da war zuerst einmal das kaputte Kofferfließband im Flughafen von Leningrad. D.h. die Gepäckstücke plumpsten aus dieser Transportröhre auf einen Haufen und alle Leute preschten los, wie zum Sommerschlußverkauf und wühlten sich ihre Koffer aus dem Gepäckberg.
Bei einer Frau aus unserer Gruppe wurde das falsche Röntgenbild auf dem Schirm angezeigt. Sie hatte definitv keine drei Armbanduhren im Koffer. Der Kontrolleur ließ sich überhaupt nicht irritieren, packte ihren Koffer aus, bemerkte seinen Irrtum, *entschuldigte sich vielmals* und **packte den Koffer wieder ein**!
Wir verließen mit 5 (in Worten: Fünf) Stunden Verspätung das Flughafengebäude, wo bereits unsere Reisebegleiterinnen für Leningrad, die beide Natascha hießen, auf uns warteten. O-Ton der einen Natascha “Ich bin *sehr froh* euch begrüßen zu dürfen.”
In der Nähe des Newski-Prospekt verirrten meine Freundin und ich uns in ein Tanzlokal. Der Einlass war chaotisch – erst durften wir nicht rein, dann doch (vielleicht merkte der Türsteher mit der Pelzmütze, dass wir zu doof waren ihm Westgeld zur Bestechung anzubieten. Echt, auf die Idee sind wir in dem Moment gar nicht gekommen.), dann sollten wir Mäntel abgeben, oder, nee, doch nicht. Zwei Jungs wollten uns zum Sekt einladen und ließen sich überhaupt nicht abwimmeln. Dann spielte eine Tanzkombo auf und der Hammerhit des Abends, bei dem die versammelte Jugend die Tanzfläche stürmte, war “Life is Life”. Gespielt von Herren in weißen Dinnerjackets. Es war recht surreal und nur mit Alkohol zu ertragen. Auf dem Rückweg zum Hotel stimmte ich “Knülle im Politbüro” an, zum einen weil’s gut passte und zum anderen, um dieses “Life is Life” aus dem Kopf zu kriegen.
In das zoologische Museum kamen meine Freundin und ich trotz der langen Schlangen von Leuten, die ebenfalls hinein wollten, in Rekordzeit, weil wir so taten, als würden wir zu einer Reisegruppe aus Sachsen gehören. Glücklicherweise mußten wir nichts sagen. Ich kann nicht sehr überzeugend sächseln.
Ich bin in Moskau mit Wodka ganz schlimm krachen gegangen. Immerhin stellte ich fest, dass ich unter Wodka-Einfluß kaum Schwierigkeiten habe, Russisch zu sprechen und dass auch das Papirossyfalten wesentlich einfacher ist. Dafür hapert es mit dem Aufstehen. Die Tische im Rossija sahen von unten nicht spannender aus als von oben, aber die ungewohnte Perspektive fand ich schon interessant.
In den Kaufhäusern GUM und TSUM, die heute Luxusartikel führen, gab es damals kaum etwas zu kaufen. Die leeren Auslagen wirkten seltsam in der prunkvollen Architektur des GUM, mit ihren Bögen, Brücken und Gallerien. Im TSUM kaufte ich meinen Lenin-Anstecker.
“Der Barbier auf Sevilla” hörte sich auf Russisch gesungen irgendwie eigenartig an. Diese Aufführung des Bolschoi Operensembles sahen wir im Kongresssaal des Kreml. In der Pause waren im Foyer Büffettische aufgebaut. Vor dem Apfelsinensafttisch und dem Eiskremtisch warteten ungefähr jeweils 2000 Leute. Da bei den Lachsbrötchen nur ca. 800 Leute standen, gab’s für mich Lachs.
Am Arbad gingen wir Eis essen, das fantastisch war und tranken dazu einen Saft zweifelhafter Sorte. Das Getränk war Müllmannwesten-Orange und absolut geschmacksneutral.
In Leningrad waren wir im Hotel Pribaltiskaya, das es auch heute noch gibt, untergebracht. Das Hotel war groß, modern eingerichtet, mit der Zielgruppe Westtouristen und, so wird im Nachhinein berichtet, verwanzt bis unters Dach. In der Bar saßen Prostiuierte, die es offiziell genausowenig gab, wie irgendwelche Abhörvorrichtungen.
*
Als wir da waren, war es -20°C und die Ostsee war zugefroren. Für dieses Foto stehe ich auf dem Eis.
*
*
*
*
*
*
*
Dass das Fotos so merkwürdig aussieht hat verschiedene Ursachen: der Film wurde 1986 entwickelt und die Abzüge gammeln seither in Schuhkartons vor sich hin. Eingescannt und, damit man auf dem nachgedunkelten Bild überhaupt etwas erkennt, nachbearbeitet, kam dann sowas dabei heraus:
In Moskau wurden wir im Hotel Rossija, dass mittlerweile abgerissen wurde, untergebracht. Ein Riesenklotz im Stalin-Zuckerbäckerstil, das größte Hotel Europas, auch auf Westkundschaft ausgerichtet direkt neben dem Kreml. Allerdings wirkte es deutlich piefiger als das jüngere Pribaltiskaja und auch hier soll der KGB mitgehört haben. Als sich meine Freundin und ich nach dem übertriebenen Wodkagenuß die Seele aus dem Leib kotzen, muss es sich für eventuelle Lauscher angehört haben, als hätten wir waidwunde Elche im Zimmer.
Auch dieses Hotel habe ich nicht gerade von der Schokoladenseite aufgenommen:
01/08/2010 2 Kommentare
Ich hatte keine komplette Interflugmaschine in Einzelteilen im Keller, aber immerhin ein Foto. Das war im März 1986 am Flughafen Schönefeld, kurz vorm Abflug nach (damals noch) Leningrad.
Der Flug war durchaus unterhaltsam. Die Türen waren von innen vereist, wie ein Kühlschrank, der dringend abgetaut werden müsste. Das soll wohl normalerweise nicht sein.
Die Stewardessen waren, glaube ich, auch vereist. Die bewegten sich irgendwo so zwischen kühl und pampig. Man servierte uns Kartoffelsalat und jede Menge Aufschnitt, viel zu viel für die 2 kleinen Scheiben Brot.
22/04/2010 7 Kommentare
grenzgestreipft pfindet, dass dieser pfeine Rechtschreibpfehler pfotograpfisch pfestgehalten werden musste:
20/03/2010 3 Kommentare